Gymnasium Marianum

Biologieunterricht auf einem Rittergut

Neue Westfälische 7.4.2017

Die Stufe 7 des Gymnasium Marianum ist im Biologiezentrum Gut Bustedt zu Gast.

Die Schüler entdecken, was hierzulande wirklich als "exotisch" gilt

Warburg (nw). Vom 27. bis 31. März fuhren die drei siebten Klassen des

Gymnasium Marianum zur traditionellen ökologischen Exkursion nach Gut

Bustedt, einem Rittergut aus dem 15. Jahrhundert, das sich nach einigen

gründlichen Renovierungen Anfang der 80er-Jahre mittlerweile zu einem

ökologischen Zentrum entwickelt hat, das von zahlreichen Schulklassen

unterschiedlichen Alters sowohl aus der näheren als auch aus der weiteren

Umgebung besucht wird. Während die 7b und die 7c den ersten Teil der

Woche - nämlich von Montag bis Mittwoch - in der Umgebung des

ehemaligen Rittergutes unterwegs waren, kam die 7a zur ?zweiten Schicht?

von Mittwoch bis Freitag. Neben Wald- und Vogelkursen stand vor allem die

Gewässerökologie im Mittelpunkt der Arbeiten. Nach einer kurzen

Vorbesprechung und "biologischen Einweisung" ging es dann jeweils hinaus

in die Natur an Teiche oder Fließgewässer der Umgebung.

Einige ließen sich eine Vogelspinne über den Arm laufen

Es wurden biotische und abiotische Faktoren untersucht und aus den

Ergebnissen die Qualität der untersuchten Gewässer bestimmt. Dass dabei

auch einige Schüler nasse Strümpfe und Hosen bekamen, war in diesem

Jahr überhaupt nicht schlimm, denn bei fast sommerlichen

Außentemperaturen (20 Grad Celsius) wurde das von manchen sogar als

Erfrischung wahrgenommen. Abends beschäftigte man sich in den

Abendkursen entweder mit Eulen, von denen es in der Umgebung von Gut

Bustedt noch relativ viele gibt, oder mit exotischen Haustieren. Hier erfuhren

die Schüler unter fachkundiger Anleitung erst einmal, was eigentlich

exotisch in Zusammenhang mit Haustieren bedeutet, und dass auch der

Wellensittich ein exotisches Haustier ist. Später machte man dann

Bekanntschaft mit wirklichen Exoten wie Geckos, Gespenstschrecken,

Schlangen und Spinnen. Einige waren schließlich so mutig, sich eine

Vogelspinne über den Unterarm laufenzulassen. Aber auch die Freizeit kam

nicht zu kurz. Die Tischtennisplatten vor dem Haus und der zum Gut

gehörende Bolzplatz fanden reichlich Anklang. Höhepunkt war dann das

Mannschaftsspiel ?Capture the Flag?, bei dem es darum geht, möglichst

viele gegnerische Flaggen für das eigene Team zu sichern. Alles in allem

wurde der Aufenthalt von den Schülern als sehr bereichernd empfunden.

Vor allem die Tatsache, dass hier neben der Theorie auch sehr viel

praktisch gearbeitet wurde und die Klassen über drei Tage

zusammenblieben, wurde positiv gesehen. Und dank des italienischen

Kochs, der jeden Tag schülergerechte Mahlzeiten zauberte, fiel es auch

kaum ins Gewicht, dass man drei Tage lang auf die gewohnte heimische

Küche verzichten musste. So sind tägliche Besucherzahlen von 100 bis 120

Schülern durchaus die Regel. "Die Anmeldungen zu unseren ökologischen

Klassenfahrten laufen jeweils zwei Jahre im Voraus", erläutert Hans

Jurzcyk, einer der begleitenden Biologielehrer