Gymnasium Marianum

Elternbrief Nr.2 2015/16

Liebe Eltern des Gymnasium Marianum,
nach der Schulkonferenz am 8.3. mit der wichtigen Entscheidung eines Handyverbots in den Klassenstufen 5 bis 9 und der kurzfristigen Zuordnung einer Integrationsklasse durch die mittlere Schulaufsicht in der letzten Woche erhalten Sie heute den gewohnheitsgemäß kürzeren zweiten Elternbrief, der sich zum einen auf die zentralen Aspekte des laufenden Schuljahres beschränkt, zum anderen aber auch über grundlegende Bereiche und Regelungen über das Schuljahr 2015/16 hinaus informiert.
Uns allen wünsche ich ein erfolgreiches und gesundes zweites Halbjahr.
Frank Scholle


Sachbeschädigung
In letzter Zeit häufen sich Fälle von Sachbeschädigungen und auch Vandalismus u.a. durch vermeintliche „Rangeleien“ unter SchülerInnen. Nach Kostenaufstellung durch unseren Hausmeister belaufen sich die Kosten für derartige Beschädigungen auf ca. 5000€ für ein Schuljahr !
Ich weise in diesem Zusammenhang bewusst auf die Regelungen unserer Schulordnung hin:
§ 2 Die Schüler der Klassenstufen 5 bis 9 halten sich während der Pausen
auf dem Schulhof auf (Ausnahme: Regenpause)…
§ 5 Mit Gegenständen jedweder Art darf nicht geworfen werden…
§ 6 Ballspiele sind im Gebäude ohne Ausnahme untersagt…
Laufspiele…können im Treppenhaus und auf den Fluren zu Gefährdungen führen und sollen deshalb unterbleiben.
Zur Erstattung von entstanden Schäden am und im Schulgebäude weise ich ebenfalls auf die seit Jahren bestehende Regelung unserer Schulordnung hin:
§ 4 Schüler (oder deren Erziehungsberechtigte) sind für die von ihnen
angerichteten Schäden am Gebäude, an Einrichtungsgegenständen
und Lernmitteln haftbar.
Sowohl mit den aufsichtführenden Lehrkräften als auch mit dem Schulträger ist abgesprochen, in derartigen Fällen die entsprechenden Schadensersatzforderungen konsequent an die Erziehungsberechtigten weiter zu leiten. Entsprechend obliegt die Einforderung der Schadenssumme dann auch dem Schulträger.
Die Regelungen gelten selbstverständlich ebenso im Falle einer durch eine Schülergruppe gemeinsam vollzogene Sachbeschädigung.
Ich bitte Sie deshalb, mit Ihren Kindern über diese Problematik zu sprechen und Ihnen auch von Ihrer Seite deutlich zu machen, dass derartige Fälle nicht zu akzeptieren sind (auch nicht von der (evtl. billigend zusehenden) vernünftigen Mehrheit der Klasse).
Es wäre schön, wenn wir statt der für Sachbeschädigungen entstehenden Kosten sinnvollere Dinge anschaffen könnten (z.B. ein Whiteboard).


Handyverbot
In den letzten Monaten häufen sich Missbrauchsfälle, die gegen unsere bestehenden Regelungen mit bzw. im Zusammenhang mit dem Handy begangen werden (widerrechtliches Filmen von Mitschülern, Benutzung von WhatsApp als Plattform von schulbezogenem Mobbing, Unterschriftenfälschungen, um das Handy nach Einzug schnellstmöglich wiederzubekommen). Gleichzeitig ist eine in der Schule immer stärker zu beobachtende „Handy-Fixierung“ unserer Schülerinnen und Schüler mit z.T. eindeutigen Anzeichen von Suchtverhalten zu erkennen. Hinzu kommt, dass in den für den Arbeitstag unserer Kinder wichtigen Pausen immer weniger Kommunikation, geschweige denn eine -zum Unterricht ausgleichende- „Bewegungsaktivierung“ stattfindet.
In manchen Fällen wird leider ebenfalls offenbar, dass auch auf Seiten einiger Eltern ein Problembewusstsein in Hinsicht auf eine angemessene Nutzung dieses Mediums unzureichend ausgebildet ist (Hier ist übrigens erwähnenswert, dass die Nutzung von whatsApp erst ab 16 Jahren zugelassen ist !).
All diese Überlegungen haben die Schulkonferenz am 8.3. mit großer Mehrheit dazu bewogen, ein ab dem 4.4. gültiges Handyverbot für die Stufen 5-9 zu beschließen. Die vorher stattfindende Lehrerkonferenz hatte mit klarem Votum (lediglich eine Gegenstimme) dieselbe Meinung bekundet.
Das Handyverbot für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 9 sieht vor, dass Handys zwar mit in die Schule gebracht werden dürfen, aber auf dem Schulgelände ganztägig (d.h. auch in den Pausen bzw. auch vor und nach dem Unterricht) ausgeschaltet bleiben müssen. Ausnahmeregelungen für Notfälle bzw. eine zeitweilige gezielte Nutzung des Handys als Unterrichtsmedium erfolgen nur mit Erlaubnis einer Lehrkraft. Bei Zuwiderhandlung wird das Handy eingezogen und kann am selben Tag von den Eltern im Sekretariat abgeholt werden.
Der Schulkonferenz war bewusst, dass ein einfaches Verbot nicht ausreicht, um medientypische Fehlentwicklungen gesamtgesellschaftlichen
Ausmaßes auszugleichen. Dennoch ist es uns als Schule wichtig, ein Signal zu setzen, dass schulisches Leben auch OHNE Handy nicht nur möglich, sondern auch besser und problemfreier gestaltbar ist.
Um Problembereiche der Nutzung dieses Mediums auch außerhalb von Schule weiterhin zu minimieren, werden v.a. in der Erprobungsstufe weiterhin Informations- und Präventionsmaßnahmen ergriffen. Dennoch muss deutlich gesagt werden, dass die Hauptverantwortung in diesem Erziehungsbereich (v.a. auch im Bereich einer Nutzung sozialer Netzwerke) auf Seiten des Elternhauses liegen muss.
Wer dennoch ein Handy in die Schule mitbringt, sollte es natürlich auch immer diebstahlsicher (am besten körpernah) verwahren, denn es gilt als (übrigens nicht für den Schulbetrieb des Kindes notwendiger !) Wertgegenstand. Auch hier gilt unsere Schulordnung mit den entsprechenden Vorgaben:
§ 4 Für Wertsachen (z.B. Geld, Uhren, Schmuck) übernehmen Schule und
Schulträger keine Haftung.


Einrichtung einer Integrationsklasse
Unsere Schule wird zum 15.4. eine sog. „Auffangklasse“ einrichten. Hier werden 10 unbegleitete Flüchtlinge aufgenommen und in einer gemeinsamen Lerngruppe überwiegend Deutsch lernen. Darüber hinaus werden sie aber auch in bestimmten Fächern einer ihrem Altersstand entsprechenden Patenklasse (voraussichtlich Klassenstufe 9) zugeordnet, sodass auch auf diesem Wege eine Integration unterstützt wird. Das Gymnasium Marianum stellt sich hiermit der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen, bekommt aber hierzu leider keinerlei zusätzlichen Personalressourcen zur Verfügung gestellt. Insofern sind auch wir auf die engagierte Mithilfe im ehrenamtlichen Bereich hingewiesen. Freiwillige Paten können sich hier in vielerlei Hinsicht einbringen: Sei es zur individuellen Deutschförderung in zusätzlichen „Selbstlernstunden“ nach dem Unterricht, sei es in Form einer „Familienpatenschaft“, in der -wie an vergleichbaren Schulen- den Jugendlichen in einzelnen Aktionen ihr neues Lebensumfeld gezeigt und vermittelt werden kann. Auch die Sammlung von Sprachspielen, wie z.B. Memory und dergleichen, wäre sehr hilfreich. Ein für uns als Schule am Anfang sicherlich schwer zu lösendes Problem wird die Sprachbarriere sein. Insofern wäre es zielführend, falls Sie über Fremdsprachenkenntnisse (v.a. Arabisch) verfügen und uns in bestimmten Situationen als Dolmetscher dienen könnten.
Sie sehen, es gibt hier vielerlei Möglichkeiten (übrigens auch für engagierte Schülerinnen und Schüler), sich einzubringen. Haben Sie deshalb keine Hemmungen, bei Interesse Ihrerseits, Kontakt mit mir aufzunehmen.


Termine:
Als für das zweite Halbjahr relevante Termine sind festgelegt:
Freitag 6.5.2016 (Brückentag nach Christi Himmelfahrt)
Freitag 27.5.2016 (Brückentag nach Fronleichnam)
Der zweite Elternsprechtag findet wie im ersten Halbjahr wieder zweigeteilt statt:
Freitag 22.4. für die Erprobungsstufe (5/6)
Freitag 29.4. für die Klassen 7- Q1
In der letzten Schuljahreswoche feiern wir am 6.7.2016 zum zweiten Mal unser Schulsportfest.


Bushaltestellen Amtsgericht und Neustadtkirche
Durch die nächste Ausbaustufe zur barrierefreien Innenstadt in Warburg werden in der Zeit vom 21.03. bis zum 25.09.2016 unsere Haltestellen am Neustadtmarkt und am Amtsgericht für ankommende und abfahrende Busse nicht nutzbar sind. Die unsere Schüler betreffenden Ausweich-Bushaltestellen sind dementsprechend die „alte Post“ (Kreuzung Bahnhofstr. Kasseler Str.) und der Schützenplatz.
Bezgl. der Buslinien nach Hessen entnehmen Sie bitte die für Ihre Kinder relevanten Informationen den uns am Freitag, dem 18.3. (!) zugekommenen Änderungsplänen des NVV, die Ihnen über die Klassen-/Jahrgangsstufenleitung Ihrer Kinder zugeleitet werden.
Eine Besonderheit: Schülerinnen und Schüler Richtung Scherfede/Bonenburg müssen nach der 4.Stunde auf jeden Fall die Bushaltestelle „Schützenplatz“ ansteuern, da der Bus nicht die alte Post anfährt. Regelungen, wie dies zeitlich umgesetzt wird, erfolgen am ersten Tag nach den Osterferien.


Schulplaner
Unsere Schulplaner sind gegen Ende des Schuljahres wieder erhältlich. Die Anschaffung für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-9 ist nach Beschluss der Schulkonferenz bekanntlich verpflichtend, aber auch von Seiten der Oberstufenschüler wächst der Bedarf in erfreulicher Weise