Gymnasium Marianum

29.04.2016

Aktionen gegen Lärm

Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Marianum beschäftigen sich mit Entstehung und Folgen von Lärm

 

 

Anlässlich des internationalen Tags gegen Lärm nahm neben 50 weiteren Schulen in NRW auch das Gymnasium Marianum als Aktionsschule an der Kampagne „NRW wird leiser“ des Umweltministeriums teil.

Offizielle Umfragen bestätigen, dass sich zwei Drittel unserer Gesellschaft durch Lärm belästigt fühlen. Allgemein verbreitet sind dementsprechend auch die Folgen: Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben schon bei relativ kurzen Lärmbelästigungen nicht aus. Bei starken oder langanhaltenden Einflüssen kommen bleibende Hörschädigungen hinzu. Gerade Kinder und Jugendliche sind sowohl Verursacher, als auch Lärmopfer. Bereits die Hälfte aller Jugendlichen hat im Alter von 20 Jahren bereits Hörschäden, verursacht nicht selten durch übermäßiges Musikhören mit Kopfhörern. Die Bundesärztekammer geht davon aus, dass viele von ihnen im Alter von etwa 50 Jahren ein Hörgerät brauchen werden.

So stand im Politikunterricht der Klassen 6 zum International Noise Awareness Day die Beschäftigung mit dem Thema Lärm, seinen vielfältigen Erscheinungsformen, aber auch vor allem  seinen Folgen im Vordergrund.

Unter dem diesjährigen Motto „So geht leise“ spürten die Schüler und Schülerinnen die  Auswirkungen des Lärms auf die Gesundheit auf. „Ziel ist es, die Kinder hier für eine bewusstere Wahrnehmung und einen bewussteren Umgang mit Lärm zu sensibilisieren“ erläutert Politiklehrerin Sabine Friedrich, die zur Kampagne einen Materialkoffer u.a. mit Schallpegelmessgerät vom Aktionsbündnis „NRW wird leiser“ zur Verfügung gestellt bekommen hat. Zahlreiche handlungsorientierte Lernstationen wurden aufgebaut, um Fragestellungen, wie sich Lärmbelastungen reduzieren lassen, aber auch dauerhaften Hörschäden vorzubeugen ist, nachzuspüren.

Die Schüler und Schülerinnen des Marianum setzen sich hierbei mit vielfältigen Aspekten auseinander: Was ist Schall und wie breitet er sich aus? Wie funktioniert das Ohr? Welche Geräusche stören unser Wohlbefinden und schädigen unsere Gesundheit? Wie können wir ein leises Arbeitsumfeld schaffen?

Schulleiter Frank Scholle begrüßt die Aktion: „Mit einer Sensibilisierung ist der erste wichtige Schritt in eine lärmbewusstere Richtung getan. Als Schule, die sich bewusst für Gesundheitserziehung einsetzt, hoffen wir, dass die Ergebnisse des Tages dementsprechend noch lange `im Ohr bleiben`“.