Gymnasium Marianum

Eine Woche volles Programm

Zum zweiten Mal hatte das Gymnasium Marianum einen

Schüleraustausch mit dem Collège de la Salle in Pibrac und dem Collège et

Lycée de l?Annonciation in Seilh organisiert. Zwölf französische

Austauschschüler waren für acht Tage bei Warburger Gastfamilien

untergebracht. Kennengelernt hatten sich die Schüler der 9. Klasse bereits

Anfang März, da waren die Marianer in Frankreich zu Gast. Am Mittwoch

hießen Bürgermeister Michael Stickeln, Französischlehrerin Imke Laumann

und Schulleiter Frank Scholle die jungen Gäste mit ihren Lehrern Martine

Guilhot und Lionel Parera im historischen Rathaus willkommen. "Es ist

enorm wichtig, andere Kulturen nicht nur kennenzulernen, sondern auch

wertzuschätzen und zu respektieren", betonte Stickeln. Neben kulturellen

standen auch sportliche Aktivitäten auf dem Programm: Höhepunkt war in

der Florenberghalle ein Länderspiel Deutschland gegen Frankreich. Am

heutigen Samstag reisen die französischen Gäste wieder zurück in die

Heimat. (ale)

Bonbons gibt?s sonst nur abends

Schulwesen: Zwölf Schüler aus den französischen Gemeinden Seilh

und Pibrac sind bei Schülern des Marianum zu Gast. Die Französin

Juliette erkundete mit Paula aus Warburg die Stadt an der Diemel

Von Sara Peine

Warburg. Wenn wieder Französisch in den Gängen des Gymnasium

Marianum zu hören ist, dann sind die Gastschüler aus Frankreich wieder da.

Diesmal dabei: Juliette Erbland (14), die sich zusammen mit elf weiteren

Schülerinnen und Schülern von Toulouse aus nach Warburg aufgemacht

hat, um die Stadt und die Börde kennenzulernen. Für die meisten ist es das

erste Mal, dass sie in Deutschland sind.

Im einwöchigen deutsch-französischen Austausch möchten sie deutsche

Traditionen und den Alltag im Land erleben. Die Austauschschüler aus dem

Marianum hatten bereits zu Beginn des März Zeit in Toulouse verbracht.

Paula Frahling (15) erinnert sich gern an die mediterrane Umgebung. Der

Warburgerin hat besonders das Essen gefallen. "Frankreich hat eine wahre

Genießerkultur. Gegessen wird sehr lange und ausgiebig."

Der Französin Juliette sind dagegen in der Hansstadt an der Diemel

besonders die Häuser aufgefallen. In Frankreich seien die Wohngebäude

oftmals flach und besäßen nur eine Etage. Die Architektur in Deutschland

findet sie schöner, als die, die sie von Zuhause kennt. "Süßigkeiten kann

man sich nehmen, wann man will", ergänzt Juliette mit leuchtenden Augen.

In Frankreich gebe es Bonbons nur zu festgelegten Zeiten, meistens am

Abend. Ähnlich wie in Deutschland die Torte zur nachmittäglichen

Kaffeezeit.

"Die Aktivitäten wie die Fahrt zur Wartburg nach Eisenach sind schön, aber

einen wirklichen Einblick in den Alltag bekommt man nicht", sagt Juliette, die

sich wünscht, noch mehr vom Leben und dem Schulalltag mitzubekommen.

Ihre Austauschpartnerin Paula stimmt zu. "Grob bekommt man den

Tagesablauf in den Gastfamilien mit, aber durch das straffe

Besuchsprogramm ist ein hundertprozentiger Einblick nicht möglich", sagt

Paula. "Die Leute in Deutschland sind sehr geduldig und nett", lobt Juliette,

"auch wenn mir einige Sachen sehr komisch vorkommen." Beispielsweise

werde im Klassenzimmer nach einer Präsentation nicht applaudiert, "die

Schüler klopfen mit den Fingerknöcheln auf die Schultische", bemerkt

Juliette. "Außerdem singen die Jüngeren zur Begrüßung der Lehrer." Der

Schulunterricht und die Schulkultur sei eine ganz andere, stimmt auch Paula

zu.

Die Marianer erlernen ab der 6. Klasse die französische Sprache. Auch gibt

es einige Späteinsteiger wie Paula. Ab der achten Jahrgangsstufe wird ein

"Cours intensif" angeboten. Ob es mit der Verständigung funktioniert? "Am

ersten Abend hatte ich Probleme, meine Gastfamilie in Toulouse zu

verstehen", sagt Paula. "Sie sprachen unglaublich schell und undeutlich."

Nach einigen Tagen habe sich die Lage aber gebessert.

In Warburg spricht Juliette deutsch - soweit sie kann. Da sie englische

Wurzeln hat, wechselt sie, wenn sie mal nicht weiter weiß, ins Englische. An

vielen französischen Schulen liegt der sprachlich Akzent eher auf dem

Spanischen.

Es sei wichtig, dass Schüleraustausche auch in Zukunft stattfinden, betonte

Bürgermeister Michael Stickeln bei der Begrüßung, da "die Kulturen in

Europa so vielfältig sind". Die Europäische Union bedeute schließlich weit

mehr als nur offene Grenzen, sie sei ein Bund, der Sicherheit und Schutz

vor allem hinsichtlich der Kriege, biete. Stickeln: "Die jungen Menschen sind

die Zukunft dieser Union."


Bienvenue à Toulouse!

 

Vom 04.03. – 11.03. 2017 besuchten 18 Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen Frau Laumann und Frau Floren die Austauschschulen des Gymnasium Marianum, das Collège in Pibrac und das Collège/Lycée in Seilh.

 

Aileen aus der 9c beschreibt die Woche wie folgt:

 

„Die Reise begann in Warburg am Bahnhof. Zuerst ging es mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt, dann nahmen wir das Flugzeug in Richtung Toulouse. Nach unserer Ankunft stand die erste Begegnung mit unseren Gastfamilien bevor, alle waren furchtbar aufgeregt. Die Aufregung war umsonst, schon nach einigen Stunden wurde die Gastfamilie zu „meiner“ Familie und die Zeit in Frankreich zu einer der schönsten Zeiten meines Schullebens.

 

Die ersten zwei Tage konnten wir unsere Familien kennenlernen und haben viel mit unseren Austauschpartnern unternommen.

 

Montagmorgen ging es zum ersten Mal in die Schule. In der Schule wurden wir herzlich aufgenommen und alle waren sehr an uns interessiert.

 

Frau Laumann, Frau Floren und Frau Guilhot haben während der Woche ein abwechslungsreiches Programm für uns auf die Beine gestellt. Wir haben Airbus, das Museum der Pastellfarben und Toulouse besichtigt. Wir spielten Rugby, Pétanque und viele andere Spiele. Wir hatten eine sehr schöne Zeit.

 

Der Abschied war für viele schwer und tränenreich, aber viele sehen ihre Austauschpartner schon bald wieder, wenn in zwei Wochen der Gegenbesuch stattfindet. Die Woche ist viel zu schnell vergangen. Am Flughafen hat es sich angefühlt, als wären wir gerade erst gelandet, jedoch saßen wir schon wieder im Flieger zurück nach Deutschland.

 

Ein ganz großes Dankeschön an Frau Laumann und Frau Floren. Dafür, dass sie es mit uns ausgehalten und sich immer um uns gekümmert haben! DANKE für die schöne Zeit J.“


Frankreichaustausch 2016

Vom 05.03. bis zum 12.03.2016 besuchten 26 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 mit ihren Lehrerinnen Frau Laumann und Frau Stemmer die neuen Austauschschulen des Marianums in der Nähe von Toulouse, das Collège de la Salle in Pibrac und das Collège und Lycée de l’Annonciation in Seilh.

Voller Vorfreude und Nervosität ging es am Freitagabend mit dem Bus Richtung Pyrenäen. Nach 16 (!!!) Stunden Busfahrt lernten die Schüler dann endlich ihre Austauschpartner kennen. „Sie begrüßten uns herzlich, wobei die meisten von uns der typisch französischen Küsschenbegrüßung entkommen konnten. Wir waren alle ziemlich erleichtert, denn unsere Familien waren wirklich nett“, stellt Josefa, 9a, erleichtert fest.

Dann lag auch schon die erste große Herausforderung vor den Schülern: ein ganzes Wochenende alleine in einer französischen Familie verbringen... Die Sorgen der Lehrerinnen waren völlig unbegründet, alle kamen am Montagmorgen strahlend in die Schule und berichteten von ihren Wochenenderlebnissen und ersten kulinarischen Entdeckungen:

„Es gab eine französische Spezialität, die Tartiflette heißt: Das ist ein Auflauf mit Kartoffeln, Käse und Fleisch. Das hat erstaunlich lecker geschmeckt“, erzählt Leon, 8b.

Montagvormittag konnten die Schüler dann die französische Schule näher kennenlernen und erste Vergleiche zwischen dem deutschen und französischen Schulsystem anstellen. „In Frankreich gibt es eine Vie scolaire, die kümmern sich um alles Organisatorische was in der Schule so anfällt. Und wenn ein Lehrer krank ist, dann gibt es keinen Vertretungsunterricht wie bei uns, sondern die Schüler arbeiten selbstständig im salle de permanence,“ stellt Emily, 8c, erstaunt fest.

Nachmittags ging es zu Airbus. „Uns war schon aufgefallen, dass viele der Familien bei Airbus arbeiten, aber uns war das Ausmaß nicht bewusst: Airbus stellt in Toulouse über 20.000 Arbeitsplätze zur Verfügung! Es folgte eine Führung durch die Produktionshalle des A380, des größten Passagierflugzeugs, das je gebaut wurde – sehr beeindruckend,“ lautet das Urteil von Benedikt V., 9a.

Am Dienstag stand eine Tagesfahrt nach Toulouse auf dem Programm. Nach einem Besuch des Basacle, einem Wasserkraftwerk, ging es in die Toulouser Innenstadt, wo einige Sehenswürdigkeiten wie z. B. das Capitole, die Kirchen Saint-Sernin und Les Jacobins in Form einer Stadtrallye erkundet wurden. „Man konnte sehr viel entdecken und erfahren und die schöne Innenstadt von Toulouse bewundern,“ erzählt Ricarda, 9a, begeistert.

Am Mittwochvormittag ging es für einen Teil der Schüler erneut in die Schule, der andere Teil hatte aufgrund eines pädagogischen Tages schulfrei und konnte die Zeit in den Gastfamilien verbringen. Mittwochnachmittags findet in den meisten französischen Schulen kein Unterricht statt, sodass alle Schüler die Möglichkeit hatten, etwas mit ihren Gastfamilien zu unternehmen.

Am Donnerstag ging es noch mal nach Toulouse. „Im Goethe-Institut sahen wir alle zusammen den Film Fuck ju Göhte, der auf französisch Un prof pas comme les autres heißt. Das war erwartungsgemäß sehr lustig,“ erläutert Benedikt H., 9a, schmunzelnd. Nach einem gemeinsamen Picknick konnte dann das Taschengeld ausgegeben werden. „Wir hatten zwei Stunden Freizeit, in denen wir Souvenirs oder kleine Geschenke für die Gastfamilie gekauft haben,“ erzählt Sara, 9b. Abgerundet wurde der Tag mit einer Abschlussfeier in der Schule ergänzt Sara. „Die Abschlussfeier hat in Seilh stattgefunden. Wir haben alle zusammengesessen, lecker gegessen und hatten einen schönen Abend.“

Freitag war schon der letzte Tag in Frankreich und für viele stand bereits am frühen Morgen der Abschied von der Gastfamilie auf dem Programm: „[...] ich verabschiedete mich traurig von meinen Gastmama, natürlich auf französisch mit Küsschen,“ erzählt Mieke, 9a, rückblickend. Mit Sack und Pack ging es dann in die Schule, wo die Schüler den Vormittag erneut im Unterricht verbrachten. Ein Spielenachmittag rundete den letzten Tag in Frankreich ab. „Wir spielten Gesellschaftsspiele. Die Spiele waren sehr witzig und wir versuchten, den Franzosen deutsche Begriffe beizubringen,“ resümiert Mieke.  Anschließend hieß es für alle Abschied nehmen. Eine schöne, abwechslungsreiche Woche lag hinter den Schülern, die sich nun auf den Gegenbesuch ihrer Austauschpartner vom 10. 04. bis zum 16.04. 2016 freuen.

22.04.2016

Gegenbesuch der französischen Austauschschüler

 

Vom 10. bis 16. April fand der Gegenbesuch unserer französischen Austauschschule statt. 18 Schülerinnen und Schüler lernten in dieser Zeit in Begleitung von zwei Lehrerinnen Warburg von seiner sonnigen Seite kennen und erhielten Einblicke in den deutschen Schulalltag und das deutsche Familienleben.

In ihren Gastfamilien wurden sie mit deutschen Geschmackserlebnissen konfrontiert und wunderten sich über Abendbrot und Mineralwasser mit Kohlensäure.

An zwei Vormittagen besuchten sie den Unterricht ihrer Austauschpartner. Der Unterricht in teilweise unbekannten Fächern, wie z.B. Religion und Politik, und der frühe Schulschluss gefiel ihnen gut, das frühe Aufstehen am Morgen dagegen weniger.

Bei Ausflügen zur Firma Brauns-Heitmann, ins Schwimmbad nach Bad Arolsen, in den Bergpark Wilhelmshöhe, in die Grimmwelt in Kassel und auf die Wartburg lernten sich die Austauschpartner besser kennen und vertieften fleißig ihre Sprachkenntnisse.

Abgerundet wurde die Woche durch deutsch-französische Länderspiele in den Disziplinen Völkerball und Sitzfussball, die die deutschen Schüler für sich entscheiden konnten. Bis zum nächsten Austausch werden diese Sportarten in den französischen Austauschschulen nun besonders trainiert...

Nach einer Woche voller neuer Eindrücke verabschiedeten sich die Franzosen am Samstagmittag mit Wehmut in Richtung Heimat. Allen Beteiligten war die gemeinsame Zeit viel zu kurz vorgekommen.  Erste Planungen für individuelle Besuche im Sommer sind bereits im vollen Gange!