Gymnasium Marianum

Gewässeruntersuchung der Diemel

Am 4.5.2017 war es soweit. Der Biologie Grundkurs in der Q1 konnte passend zum Thema Ökologie die Untersuchung der Diemel in Hinblick auf Gewässergüte vornehmen.

Diese Untersuchung wurde im fahrenden Klassenzimmer des Lumbricus und vor Ort an der Diemel auf Höhe des Geländes Kanuclub Warburg an der Kuhlemühle durchgeführt. Der Lumbricus wird von der Fachschaft Biologie des Marianums regelmäßig beim Nua, der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein Westfalen, bestellt, um unseren Schülern verschiedener Klassenstufen die Möglichkeit naturnahen Biologieunterrichts zu geben.

Leider spielte das Wetter am 4. Mai nur begrenzt mit. Wir hatten 11 Grad und z.T. Nieselregen, d.h. die Untersuchungen in der Diemel bereiteten schon kalte Füße. Dies hielt aber unsere Schüler nicht  davon ab, voller Elan in vier thematisch unterschiedlichen Gruppen zu arbeiten und so ein recht umfassendes Bild von der Diemel an diesem Untersuchungsstandort  zu zeigen. Es wurde folgende Themen bearbeitet:

1.      Kartierung des Diemeluferbewuchses und Einordnung anhand einer Tabelle

2.      Bestimmung der chemischen und physikalischen Gewässerparameter

3.      Sammeln, Bestimmen und Zuordnen von Kleinstlebenwesen in der Diemel anhand einer Tabelle/Abbildung von Bioindikatoren

4.      Erstellen eines Tiefenprofils der Diemel und Bestimmung der Fliessgeschwindigkeit an verschiedenen Stellen

Unter Einbeziehung aller Gruppenergebnisse konnte der Diemel bei Warburg eine Gewässergüteklasse von schwach 2 bescheinig werden. Sehr positiv (1-2) waren die Ergebnisse der chemischen und physikalischen Parameter, die Kleinstlebewesen wiesen auch auf eine gute Gewässerqualität hin. Die Gewässerstruktur allerdings zeigt sehr deutlich den menschlichen Einfluss.

Diese Untersuchungen wurden nach der Praxis im Lumbricus, dem rollenden Klassenzimmer ausgewertet und dokumentiert. Unsere Betreuerin von Seiten des Nua, Frau von Oldenburg,  unterstützte uns tatkräftig mit umfassendem Wissen und dokumentierte alle Ergebnisse in einem Film. In der Reflexionsphase waren sich die Teilnehmer einig, dass dies eine sehr lohnende Exkursion war, die jede Minute des Frierens und der Zusatzarbeit wert war.

 

Susann Ross-Karstens

Biologieunterricht auf einem Rittergut

Neue Westfälische 7.4.2017

Die Stufe 7 des Gymnasium Marianum ist im Biologiezentrum Gut Bustedt zu Gast.

Die Schüler entdecken, was hierzulande wirklich als "exotisch" gilt

Warburg (nw). Vom 27. bis 31. März fuhren die drei siebten Klassen des

Gymnasium Marianum zur traditionellen ökologischen Exkursion nach Gut

Bustedt, einem Rittergut aus dem 15. Jahrhundert, das sich nach einigen

gründlichen Renovierungen Anfang der 80er-Jahre mittlerweile zu einem

ökologischen Zentrum entwickelt hat, das von zahlreichen Schulklassen

unterschiedlichen Alters sowohl aus der näheren als auch aus der weiteren

Umgebung besucht wird. Während die 7b und die 7c den ersten Teil der

Woche - nämlich von Montag bis Mittwoch - in der Umgebung des

ehemaligen Rittergutes unterwegs waren, kam die 7a zur ?zweiten Schicht?

von Mittwoch bis Freitag. Neben Wald- und Vogelkursen stand vor allem die

Gewässerökologie im Mittelpunkt der Arbeiten. Nach einer kurzen

Vorbesprechung und "biologischen Einweisung" ging es dann jeweils hinaus

in die Natur an Teiche oder Fließgewässer der Umgebung.

Einige ließen sich eine Vogelspinne über den Arm laufen

Es wurden biotische und abiotische Faktoren untersucht und aus den

Ergebnissen die Qualität der untersuchten Gewässer bestimmt. Dass dabei

auch einige Schüler nasse Strümpfe und Hosen bekamen, war in diesem

Jahr überhaupt nicht schlimm, denn bei fast sommerlichen

Außentemperaturen (20 Grad Celsius) wurde das von manchen sogar als

Erfrischung wahrgenommen. Abends beschäftigte man sich in den

Abendkursen entweder mit Eulen, von denen es in der Umgebung von Gut

Bustedt noch relativ viele gibt, oder mit exotischen Haustieren. Hier erfuhren

die Schüler unter fachkundiger Anleitung erst einmal, was eigentlich

exotisch in Zusammenhang mit Haustieren bedeutet, und dass auch der

Wellensittich ein exotisches Haustier ist. Später machte man dann

Bekanntschaft mit wirklichen Exoten wie Geckos, Gespenstschrecken,

Schlangen und Spinnen. Einige waren schließlich so mutig, sich eine

Vogelspinne über den Unterarm laufenzulassen. Aber auch die Freizeit kam

nicht zu kurz. Die Tischtennisplatten vor dem Haus und der zum Gut

gehörende Bolzplatz fanden reichlich Anklang. Höhepunkt war dann das

Mannschaftsspiel ?Capture the Flag?, bei dem es darum geht, möglichst

viele gegnerische Flaggen für das eigene Team zu sichern. Alles in allem

wurde der Aufenthalt von den Schülern als sehr bereichernd empfunden.

Vor allem die Tatsache, dass hier neben der Theorie auch sehr viel

praktisch gearbeitet wurde und die Klassen über drei Tage

zusammenblieben, wurde positiv gesehen. Und dank des italienischen

Kochs, der jeden Tag schülergerechte Mahlzeiten zauberte, fiel es auch

kaum ins Gewicht, dass man drei Tage lang auf die gewohnte heimische

Küche verzichten musste. So sind tägliche Besucherzahlen von 100 bis 120

Schülern durchaus die Regel. "Die Anmeldungen zu unseren ökologischen

Klassenfahrten laufen jeweils zwei Jahre im Voraus", erläutert Hans

Jurzcyk, einer der begleitenden Biologielehrer

 

 

Exkursion des LK Biologie Q2 nach Frankfurt

 

Am 1.2. Februar 2017 fuhr der LK Biologie mit den Lehrern Herrn Jurczyk und Herrn Fischer nach Frankfurt.

Nach dem  Bezug der Unterkunft im ’Haus der Jugend‘ stand als erstes das Senckenbergmuseum auf dem Programm. Zunächst hatten die Schüler/innen Zeit, sich einzeln oder auch in Kleingruppen das Museum individuell anzuschauen. Um 16 Uhr wurden dann zwei Führungen angeboten, welche thematisch zum Stoff der Q2 passten, nämlich ‚Evolution der Wirbeltiere‘ und ‚Evolution des Menschen‘.

Anschließend hatten die Kursteilnehmer Gelegenheit, entweder im Museum zu bleiben oder aber den Abend in der Frankfurter Innenstadt zu verbringen.

Am nächsten Tag besuchte man das Institut für Biowissenschaften an der Uni.  Herr Dr. Thalau, der Beauftragte für Abiturienten und Erstsemester, stellte den Schüler/innen den Studiengang Biowissenschaften vor. Anschließend nahm man an einer Vorlesung zum Thema ‚Artentstehung‘ – welche übrigens genau zum momentanen Kursthema passte – teil. Nach dem Mittagessen hatten die Schüler/innen Gelegenheit, an einem Praktikum für Erstsemester teilzunehmen und dabei auch –selbstverständlich nach Anleitung – Fische zu präparieren.

Gegen 16 Uhr mussten die Lehrer allerdings unterbrechen, damit der Zug nach Hause noch erreicht werden konnte. Abends – wenn auch mit halbständiger Verspätung und in einem Zug ohne Heizung – erreichten dann alle wieder wohlbehalten die Heimat.

In der Erlebniswelt BIOTechnikum

„Biotechnologie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglicht technologischen Fortschritt, höhere Lebensqualität und nachhaltigere Produktionsverfahren. Deshalb ist die biobasierte Wirtschaft auch ein zentraler Zukunftsbereich.“ Dieses Zitat der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Professor Dr. Johanna Wanka zeigt, welch hohe Relevanz die moderne Biotechnologie für die Entwicklung neuartiger Produkte beispielsweise in den Bereichen Medizin, Nahrungsmittelproduktion sowie Umwelt – und Klimaschutz hat und somit für mehr Lebensqualität in Zukunft sorgen kann.

Für den Grundkurs Biologie der Q1 war es daher eine gute Gelegenheit mehr darüber zu erfahren was die Forschung in der modernen Biotechnologie leistet und in welchen Bereichen sie ihren Nutzen entfaltet, als das BIOTechnikum, ein rollender außerschulischer Lernort und Dialogzentrum Station in Volkmarsen machte.

Neben allgemeinen Informationen über Grundlagen, Forschungsfelder und Anwendungs -gebiete der Biotechnologie konnten die 13 SchülerInnen unter der Anleitung der beiden projektbegleitenden Wissenschaftler auch praktische Erfahrungen sammeln. In einem Praktikumsversuch wurde DNA einer Übernachtkultur des Darmbakteriums E. coli isoliert und durch eine Präzipitation ( Ausfällen ) als Salz sichtbar gemacht. Nach zwei Stunden interessanter Einblicke in die Welt der Biotechnologie ging es wieder zurück nach Warburg. JF

Unsere Schule liegt zentral im Innenstadtbereich Warburgs. Exkursionen können vor allem in die nahegelegte Diemelaue, als auch in die ländliche Umgebung Ostwestfalens unternommen werden. Das Schulgebäude verfügt über zwei Biologiefachräume. In der Sammlung sind in ausreichender Anzahl regelmäßig gewartete Lichtmikroskope und Fertigpräparate zu den verschiedenen Zell- und Gewebetypen vorhanden. Zudem verfügt die Sammlung über ein D N A – Modell und mehrere Analysekoffer zur physikalischen und chemischen Untersuchung von Gewässern. Die Fachkonferenz stimmt sich bezüglich in der Sammlung vorhandener Gefahrstoffe mit der dazu beauftragen Lehrkraft der Schule ab.

 

Für größere Projekte stehen zwei Informatikräume zur Verfügung, die im Vorfeld reserviert werden müssen.

In der Oberstufe ist das Fach Biologie in der Regel mit einem Grund- und einem Leistungskurs vertreten.

 

Der Biologieunterricht soll Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen wecken und die Grundlage für das Lernen in Studium und Beruf in diesem Bereich vermitteln. Dabei werden fachlich und bioethisch fundierte Kenntnisse als Vorrausetzung für einen eigenen Standpunkt und für verantwortliches Handeln gefordert und gefördert. Hervorzuheben sind hier die Aspekte Ehrfurcht vor dem Leben in seiner ganzen Vielfältigkeit, Nachhaltigkeit, Umgang mit dem eigenen Körper und ethische Grundsätze.

 

 

1                    Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

 

 

1.1  Überfachliche Grundsätze

a)      Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.

b)      Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Lerner.

c)      Medien und Arbeitsmittel sind lernernah gewählt.

d)     Der Unterricht fordert und fördert die aktive Teilnahme der Lernenden.

e)      Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Lerner.

 

1.2  Fachliche Grundsätze

a)      Der Biologieunterricht orientiert sich an den im gültigen Kernlehrplan ausgewiesenen, obligatorischen Kompetenzen.

b)      Der Biologieunterricht ist problemorientiert und an den Unterrichtsvorhaben und Kontexten ausgerichtet.

c)      Der Biologieunterricht folgt dem Prinzip der Exemplarität und gibt den Lernenden Gelegenheit, Strukturen und Gesetzmäßigkeiten möglichst anschaulich in den ausgewählten Problemen zu erkennen.

 

2                    Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

 

Auf der Grundlage nach § 48 SchulG, § 13 APO-GOSt sowie Kapitel 3 des Kernlehrplans Biologie hat die Fachkonferenz folgende Grundsätze zur Leistungsbewertung beschlossen:

 

a)      Beurteilungsbereich: Sonstige Mitarbeit

Hier spielen zum Beispiel folgende Aspekte eine Rolle: Verfügbarkeit von biologischem Grundwissen/ Sicherheit und Richtigkeit der Verwendung biologischer Fachsprache/ Sicherheit, Eigenständigkeit und Kreativität beim Anwenden fachspezifischer Methoden/ Reflexions- und Kritikfähigkeit/ Fundiertheit und Eigenständigkeit der Entscheidungsfindung in Dilemmasituationen

 

b)     Beurteilungsbereich: Klausuren

 

Einführungsphase:

1 Klausur im ersten Halbjahr (90 Minuten)

1 Klausur im zweiten Halbjahr (90 Minuten)

 

Qualifikationsphase 1

2 Klausuren im ersten und zweiten Halbjahr (GK 90 Minuten) (LK 135 Minuten)

Die erste Klausur im zweiten Halbjahr kann durch eine Facharbeit ersetzt werden.

Qualifikationsphase 2

2 Klausuren im ersten Halbjahr (GK 135 Minuten) (LK 180 Minuten)

1 Klausur im ersten Halbjahr (GK )

 

3                    Lehr- und Lernmittel

 

Für den Biologieunterricht in der Sekundarstufe 1 und in der Sekundarstufe 2 stehen die Bücher aus der Reihe „Natura“ vom Klett – Verlag zur Verfügung.

 

4                    Projekte und gemeinsame Fahrten

 

Jahrgangsstufe 5:             Durchführung der Gesundheitstage

Jahrgangsstufe 7:             Fahrt in das Biologiezentrum Bustedt

Jahrgangsstufe 9:             Ökologische Projekttage (alle zwei Jahre) /

Exkursion ‚Marsberg‘ (Drogenprävention)

Qualifikationsphase:        Besuch eines Schülerlabors

Exkursion Frankfurt

(Senckenbergmuseum, FB Biowissenschaften der Universität)

17.02.2015

Besuch von der Universität Münster

Die ehemalige Schülerin des Marianum Viktoria Krakenberg und ihre Kommilitonin Lena

Rindermann informierten am 13.02.2015 im Rahmen eines Projekts über das Studium der Biowissenschaften an der Universität Münster.

Neben diesem theoretischem Teil in dem auch die Stadt Münster vorgestellt sowie ein kleiner Einblick in das studentische Leben gegeben wurde, hatten die beiden Studentinnen auch zwei kleine Experimente für die Schüler/innen des LK Biologie und einiger Schüler _innen des Gk's der Q1 und der EF mitgebracht.

Nach kurzer Anleitung gelang es den Schüler/innen ihre DNA aus Mund Schleimhautzellen zu isolieren. In einem zweiten mikrobiologischem Experiment wurden Agarplatten an verschiedenen Orten exponiert um die Keimbelastung zu ermitteln. Die Platten wurden anschließend verschlossen und können im Kursunterricht ausgewertet werden. Nach zwei Stunden interessanter Einblicke verließen uns die beiden Studentinnen wieder Richtung Münster.