Gymnasium Marianum

Latein muss sein !

                    (weil es unseren SchülerInnen viel bietet !)

 

Im (Selbst)bewußtsein der pädagogischen Vielseitigkeit des Unterrichtsfachs Latein sieht das Fachkollegium des Marianum die didaktischen Möglichkeiten und Stärken des Lateinunterrichts nicht nur auf formal bildender Ebene (Vermittlung von „Schlüsselqualifikationen“), sondern auch im inhaltlich bildenden Bereich (Vermittlung „kulturelle Identität“ und Persönlichkeitsbildung). 

 Lateinunterricht am Marinaum versteht sich also nicht nur als reiner Sprachunterricht, sondern darüber hinaus auch als Kulturunterricht:

 


Als Sprachunterricht

 -fördert das Lateinische durch seine ihm eigene fachspezifische Struktur die  

 Lesekompetenz der Schüler

-schult es das problemlösende und logische Denken

-fördert es die muttersprachlichen Fähigkeiten

-vermittelt die intensive Behandlung der „Reflexionssprache“ Latein ein

 grammatikalisches Grundsystem, das zum Erwerb weiterer Fremdsprachen als

 Basismodell dienen kann, und

-liefert das Lateinische letztlich ebenso in Hinsicht auf die Lexik ein Instrument zum

 Verständnis zahlreicher Fremd-/Lehnworte nicht nur innerhalb der romanischen

 Sprachen, sondern auch bezüglich des Deutschen und Englischen.

 

Das Lateinische bietet darüber hinaus durch die Inhalte seiner Texte als Kulturunterricht einen „Breitbandzugang“ zur Antike, die trotz einer zunächst distanzierenden Fremdheit in zahlreichen Bereichen als Basis unserer eigenen Kultur dennoch vergleichbar bleibt:

Bereits hier wurden existenzielle und lebensrelevante „Menschheitsthemen“ auch aus der unmittelbaren Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler erkannt, analysiert und zu lösen versucht (z.B. Freundschaft/Liebe, Umgang mit „anderen“, sinnvolle Freizeitgestaltung, religiöse Vorstellungen…).

Der Lateinunterricht bietet unseren SchülerInnen somit ein Forum, sich durch „historische Kommunikation“ (= Betrachtung, Deutung und Bewertung aus der heutigen Zeit) mit diesen grundlegenden Lebens-Aspekten wertend auseinanderzusetzen und deren Lebensrelevanz letztlich nicht nur zu erkennen, sondern auch individuell auszubilden.

19.08.2017

Besuch im Römerkastell Saalburg

Am vorletzten Schultag vor den Sommerferien unternahmen die drei sechsten Klassen mit ihren Geschichts- und Lateinlehrern Herrn Fernholz, Herrn Schöndorf, Herrn Czech und Herrn Tillmann sowie dem Sozialarbeiter „Ingo“ eine Exkursion zur Saalburg bei Bad Homburg. Die Saalburg ist ein ehemaliges Kastell des römischen Limes, des Grenzwalls zu den germanischen Gebieten.

Nach einer fast dreistündigen Busfahrt kam die Gruppe auf dem Gelände der Saalburg an. Um 11.00 Uhr begannen drei Führungen „intra muros“ für die drei Klassen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten eine kurze Einführung in die Geschichte des Römerkastells Saalburg, das bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II. umfangreich erforscht, rekonstruiert und als Museum eingerichtet worden ist. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten die archäologische Sammlung mit Funden, die das Alltagsleben der Soldaten und der zivilen Bevölkerung veranschaulichten. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler vieles von dem, was sie im vergangenen Schuljahr im Geschichts- und Lateinunterricht gelernt hatten, nun in der Realität bewundern: römische Waffen, Kleidung, Schreibutensilien etc.

Nach der Führung gab es eine Mittagspause, in der die Schülerinnen und Schüler nicht nur das Lager eigenständig weiter erkunden konnten, sondern auch die Möglichkeit hatten, im Museumsrestaurant „Taberna“ typisch römische Speisen einzunehmen. Die meisten entschieden sich allerdings doch lieber für Pommes frites und Eiscreme.

Anschließend wurde den Schülerinnen und Schülern in zwei Gruppen römische Kleidung vorgeführt. Dabei wurde den Gruppen an einzelnen Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie ein römischer Soldat, eine römische Frau oder ein römischer Senator sich kleideten. Sie konnten erleben, wie viel Zeit- und Personalaufwand die Römer beim Anlegen dieser Kleidung benötigten. Erstaunlich war auch das Gewicht der Ausrüstung eines römischen Soldaten, welches 40-60kg betragen konnte.

Abschließend erkundeten die Schülerinnen und Schüler unter Führung ihrer Geschichtslehrer noch das Gelände „extra muros“. Sie konnten u. a. die Grundmauern des großen Kastellbades („Thermae“) bewundern, einige auch die große Jupitersäule. Großen Spaß hatten die Schülerinnen und Schüler als sie eine Erstürmung des Limes nachstellten.

Nach einem erlebnisreichen Tag traten die drei Klassen gegen 15.30 Uhr ihre Heimfahrt an. Es war eine rundum gelungene Fahrt, die nach dem anstrengenden Schuljahr einen schönen gemeinsamen Abschluss bildete.

J. Tillmann

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