Gymnasium Marianum

07.04.2017

Besinnungstage der Klasse 9 im Kloster Gerleve

In der Woche vom 3. – 7. April 2017 fanden die diesjährigen Besinnungstage für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 statt – dieses Mal in der Jugendbildungsstätte Haus St. Benedikt der Benediktinerabtei Gerleve im Münsterland. Die Klassen 9a und 9b waren von Montag bis Mittwoch unterwegs; die Klasse 9c von Mittwoch bis Freitag. Anliegen der Besinnungstage ist, für die Schülerinnen und Schüler einen Raum zu eröffnen, in dem sie sich mit Lebensfragen beschäftigen können, die im normalen Alltag oft zu kurz kommen.

Der Tagesablauf sah folgendermaßen aus:

8 Uhr: Morgenimpuls

8.15 Uhr: Frühstück

9 Uhr: Möglichkeit des Gottesdienstbesuches

10 Uhr – 12 Uhr: erste Arbeitseinheit

12.15 Uhr: Mittagessen

14.30 Uhr: Kaffee und Kuchen

15.15 Uhr – 18 Uhr: zweite Arbeitseinheit

18 Uhr: Abendbrot

19 Uhr – 20 Uhr: Abendeinheit

20.15 Uhr: Möglichkeit, die Komplet (das Nachtgebet der Mönche) zu besuchen

Die Anfahrt war lang, doch sie hat sich gelohnt. Unterkunft und Verpflegung stimmten, und die Teamer, die die Klassen in diesen Tagen begleiteten, waren nett.

Inhaltlich konnten die Schüler in den Arbeitsphasen selbst entscheiden, welche Themen sie interessieren. So wurden Fragen besprochen wie: „Was bedeutet Glück für mich?“ „Wie sehe ich mich selbst? Und wie sehen mich die anderen?“ „Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?“ „Welche Werte sind mir im Leben wichtig?“

Besonders interessant war sicherlich am ersten Abend die „Klosterrunde“, in der ein Mönch der Benediktinerabtei den Schülern Rede und Antwort stand und ihnen vom Leben im Kloster berichtete. „Was hat Sie dazu gebracht, Mönch zu werden?“ - „Verdienen Mönche Geld?“ – „Dürfen Sie auch in den Urlaub fahren?“ – „Haben Sie überhaupt Kontakt zu Menschen außerhalb des Klosters?“ – „Wie sieht der Tagesablauf eines Mönches aus?“ – Das waren nur einige Fragen, die die Schüler dem Mitbruder stellten, und die dieser bereitwillig und mit viel Humor beantwortete.

Neben den Arbeitseinheiten durften natürlich der Spaß und die Freizeit nicht zu kurz kommen, und hier haben wir vom guten Wetter profitiert. Fußball, Volleyball, Kicker, Tischtennis, Billard, Gesellschaftsspiele oder einfach nur zusammensitzen und reden – in diesen Tagen war für jeden etwas mit dabei – und so können wir zum Abschluss nur sagen: Schön war’s – wir wären gerne noch länger geblieben! 

07.04.2017

Besuch des Museums „Verein Rückblende“ in Volkmarsen

 

Unser Ausflug am letzten Tag vor den Osterferien führte uns nach Volkmarsen.

Nach unserer Ankunft hörten wir zunächst aufmerksam Herrn Klein zu. Er hat das Museum gegründet und erzählte uns etwas über das Schicksal der Juden in Volkmarsen.

Vor der Zeit der Nationalsozialisten gab es eine friedliche Nachbarschaft zwischen den jüdischen und christlichen Bewohnern.

Mit der Machtübernahe kamen die ersten Gesetze, die das Leben der jüdischen Menschen erheblich beeinträchtigten. So wurde z.B. das Halten von Haustieren, der Besuch von Kino, Schwimmbad usw. verboten.

Er zeigte und auch einen gelben Stern, den sie als Erkennungszeichen immer auf ihrer Kleidung anbringen mussten.

Einige Familien wanderten glücklicherweise nach Amerika oder Palästina aus. Die Reisen in diese fernen Länder waren auch sehr schwierig und teuer. Viele konnten sich das gar nicht leisten und hofften, dass die Lage in Deutschland bald besser würde. Das Gegenteil war aber der Fall:

In Volkmarsen wurden die jüdischen Familien bald aus ihren Häusern vertrieben und lebten alle auf engem Raum im Schulhaus. Wären nicht einige Nachbarn gewesen, die sie heimlich mit Essen versorgt hätten, hätten schon dort einige nicht überlebt.

Schließlich kam der Abtransport in  die Konzentrationslager.

Wir sahen uns dann genauer im Museum um und entdeckten viele Berichte von Zeitzeugen, jüdische Gegenstände und eine völlig zerstörte Küche aus dem Jahr 1938, die genau nach den Berichten einer Augenzeugin rekonstruiert worden war und die Nacht zum 9. November darstellte.

Anschließend machten wir uns auf den Weg durch Volkmarsen und gingen an der ehemaligen Stadtmauer entlang in ein altes Haus in den Steinweg. Bei Bauarbeiten entdeckte man dort im Keller eine 800 Jahre alte Mikwe. Wir durften die Steintreppe hinunter gehen und einen Blick auf das winzige Becken werfen, das schon mi Mittelalter für rituelle Bäder benutzt wurde und eine eigene Wasserquelle besaß.

Zum Abschluss unseres Museumstages blieb noch etwas Zeit und Geld für ein leckeres Eis.

 

Lea Krettenauer

"Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben ist unmöglich." Victor Hugo

Zielsetzung:

Religionsunterricht hat als ordentliches Lehrfach der Schule teil am Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule.

Religion ist eine wesentliche Dimension des Menschseins. Sie zu entdecken und eine eigene religiöse Identität zu entwickeln ist heutzutage angesichts unserer pluralistischen Gesellschaft mit ihrem vielfältigen Angebot an religiösen Überzeugungen und Weltanschauungen nicht leicht.

Der Religionsunterricht am Gymnasium Marianum sieht seine Aufgabe darin, den Schülerinnen und Schülern ausgehend von ihren Erfahrungen und Fragen ein religiöses Orientierungswissen zu vermitteln und ihnen so auch bei der Bewältigung der Herausforderungen durch die modernen Naturwissenschaften und Technologien zu helfen. Der Unterricht geht dabei den Fragen nach, wie bzw. ob man heute noch vernünftig an Gott glauben kann, welchen Sinn und Wert das menschliche Leben hat; warum es Leid und Ungerechtigkeit in der Welt gibt, und welche Möglichkeiten der Mensch hat, sein Leben gut und verantwortungsvoll zu gestalten.

Auch wenn der Religionsunterricht in erster Linie biblisch-christlich geprägte Orientierungsangebote macht, gehört selbstverständlich auch die Vermittlung von Kenntnissen über andere Religionen und Konfessionen und nichtreligiöse Überzeugungen dazu. In Auseinandersetzung mit ihnen kann die eigene Auffassung überprüft und ein besseres Verständnis für Andersdenkende erworben werden – eine wesentliche Voraussetzung für Offenheit und Toleranz in einer multikulturellen Gesellschaft.

Spiritualität:

Neben der Sachlichkeit soll aber auch die Spiritualität am Gymnasium Marianum Raum haben. Daher wird über den normalen Schulunterricht hinaus auch Wert gelegt auf

·         Schulgottesdienste (zur Einschulung in der Erprobungsstufe, zur Entlassfeier der Abiturientia und in der Mittelstufe zu besonderen Anlässen),

·         Besinnungstage der Stufe 9 in Volkenroda,

·         adventliche Impulse

·         das Kennenlernen der Kirchen und ihrer sozialen Einrichtungen vor Ort.

Unterricht:

In den Klassen 5 und 6 wird der Religionsunterricht im Klassenverbund erteilt; in den Jahrgängen 7-9 konfessionsgebunden. In der Oberstufe kommen in der Regel 2 Grundkurse kath. Religion zustande, die bis zum Abitur weitergeführt werden. In der Q2 kann es zu einer Zusammenlegung der Kurse kommen, die aber aufgrund der engen inhaltlichen Absprachen innerhalb der Fachschaft für die Schüler, die Religion als 3. oder 4. Abiturfach wählen, unproblematisch ist.