Kletterexkursion der Q2

Am 14.12.2021 ging es für die Schülerinnen und Schüler der Q2 hoch hinaus – eine dreistündige Aktion mit Toprope-Klettern und Bouldern stand unter der Pädagogischen Perspektive „etwas Wagen und Verantworten“ auf dem Programm. Es wurden physische und psychische Grenzen ausgetestet und viele Versuche endeten mit einem befriedigenden Gefühl, wenn man den letzten Griff erklommen hatte.

Im Rahmen des Sportunterrichts ist Voraussetzung für ein angemessenes Wagnis vor allem die richtige Einschätzung der Situation und das Vertrauen in andere, die verlässlich helfen und sichern müssen. Um diese Erfahrungen zu vertiefen und zu erweitern, sind die Grundkurse Sport nach Brakel ins DAV Kletterzentrum OWL gefahren.

Im Kletterzentrum angekommen ging es nach einer kurzen Einführung direkt los. Die eine Gruppe war erst im Boulderbereich (Klettern ohne Kletterseil und Klettersicherung in Routen mit sicheren Absprunghöhen), die andere Gruppe wagte sich mit Sicherung an Routen von 10 m bis 15 m Höhe. In beiden Gruppen waren Motivation und Ehrgeiz hoch: eine nicht auf anhieb gelungene Route wurde ein ums andere Mal angegangen und auch mit Hilfe von zahlreichen Tipps der Mitschüler und Betreuer „jetzt den rechten Fuß hier hin“ dann letztlich häufig bezwungen. „Es gab unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Somit konnten die Anfänger, aber auch die Fortgeschrittenen ihre Grenzen überwinden und sich etwas trauen.“ (Anna Thyrian).

In der Kletterhalle ging es hoch hinaus: „Die Schüler waren etwas nervös zu Beginn, doch nach einer kurzen Einfindungsphase trauten sie sich schnell die hohe Wand hoch. Das Personal war superfreundlich und machte den Schülern Mut sich etwas zu trauen. Die Schüler hatten viel Spaß und wagten sich auch an die schwierigeren Pfade. Die Kletterhalle kam besonders gut an.“ So beschreibt Anna das Erlebnis.

Für die einen war das Gemeinschaftsgefühl besonders: „Generell fand ich es einen coolen Nachmittag auch als ganzen Jahrgang dies zu unternehmen. Man motiviert sich gegenseitig gibt sich Tipps oder zeigt es sich untereinander.“ (Friederike Schlüter), für die anderen der „Nervenkitzel […]. Anfangs hat es etwas Überwindung gekostet den anderen zu vertrauen, aber schon nach kurzer Zeit hat es sehr viel Spaß gemacht. Und selbst als ich abgerutscht bin, hab ich mich nach einem kleinen Schreck bei meiner Gruppe sicher gefühlt.“ (Theresa Konz). So auch Ronja Kemper „Ich fand es auch gut, dass wir uns gegenseitig sichern durften, weil es etwas komplett Neues war und ich fand es auch sehr aufregend, weil wir uns innerhalb der Gruppe vertrauen mussten.“

„Die Kletterexkursion war pädagogisch eine herausragende Veranstaltung. Sich selbst etwas zutrauen, dabei auch gleichzeitig anderen vertrauen ist eine wichtige Erfahrung. Grenzen austesten, erweitern und akzeptieren gehört ebenso dazu. Das alles unter einem sportlich anspruchsvollen Aspekt, war eine sehr gelungene Aktion für die Q2.“ So T. Tönepöhl, Sportlehrer des zweiten Sportkurses. So urteilt auch Anna T.: „Insgesamt hat es den beiden Sportkursen sehr gut gefallen und die Schüler der Q2 waren von dem Ausflug begeistert.“

Philipp von Detten