Schülerinnen des Pädagogik-Kurses zeigen soziales Engagement


In Kooperation mit Katja Walther von der Youngcaritas haben Schülerinnen der Jahrgangsstufe EF Aktionen entwickelt, um Menschen zu unterstützen.

Die Youngcaritas gehört zum Wohlfahrtsverband der Caritas und unterstützt unter anderem Projekte zu den Themen Altenhilfe, Flucht, Solidarität, Nachhaltigkeit und Begegnung. 

Mit Hilfe der Impulse von Frau Walther entstanden in einer Ideenschmiede im Pädagogikunterricht von Frau Vieth vier Projekte, die die Teilnehmerinnen zu verschiedenen Orten führten: In Seniorenheime, einen Kindertreff und eine Flüchtlingsunterkunft. Ziel war es, Jugendliche sowohl für soziale Belange zu begeistern, als auch das im Kurs erlernte Wissen im außerschulischen Bereich praktisch anzuwenden und neue Erkenntnisse in den Unterricht zurück zu führen. „Das ist den Schülerinnen auf beeindruckende Art und Weise gelungen“, resümiert die Fachlehrerin.

Miriam Herzog, Anna Willeke, Vanessa Riedinger und Milena Köring arbeiteten in ihrem Projekt mit 20 Kindern im Alter zwischen fünf und zehn Jahren im Rahmen der kirchlichen Jugendarbeit im Germeter Pfarrheim. In Anlehnung an die Unterrichtsreihe zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ luden sie zum Upcycling-Nachmittag ein und bastelten mit den Jungen und Mädchen tolle Dekoartikel aus Müll wie zum Beispiel Milchkartons. „Außerdem unterhielten wir uns mit den Kindern auch darüber, wie wir Müll vermeiden können und warum Plastikmüll so schlecht für die Umwelt ist“, berichtet Milena Köring.

Lena Koch und Alisa Reuter besuchten Senioren im Seniorenheim Haus Phöbe und arbeiteten mit einzelnen Senioren biographisch. „Wir tauschten Fotoalben aus und sprachen über besondere Erlebnisse. Eine sehr emotionale Erfahrung“, erzählt Lena Koch. Vor und nach den Begegnungen mit den älteren Menschen gab es für Lena und Alisa Gespräche mit der Einrichtungsleitung. „Wir wurden sehr professionell begleitet“, sind sich beide einig.

Den Kontakt zum Seniorenzentrum St. Johannes stellte die dritte Projektgruppe mit Julia Fuchs, Dana Thonemann, Diana Berendes und Sonja Kevenhörster über Sonjas Tante her. Die Jugendlichen brachten zum Besuch Kuchen mit und gestalteten einen Nachmittag mit Spielen und dem Singen alter Volkslieder. Dabei hatte diese Gruppe den Fokus auf Demenzerkrankungen und beschäftigte sich mit dem Ansatz validativer Kommunikation. Sonja Kevenhörster erklärt den Ansatz so: „Dabei ist es wichtig, die subjektive Wirklichkeit der Demenzerkrankten nicht zu verneinen, sondern anzunehmen, um die älteren Menschen nicht zu verunsichern. Denn sie leben in dieser eigenen Realität.“ Im Rahmen der Thematisierung von Beziehungsgestaltung in der Familie war diese neue Erkenntnis bereichernd für den Pädagogikunterricht.

Die Gruppe von Berfin Ilieri, Olivia Kardasiewicz und Angelika Friesen besuchte die Flüchtlingsunterkunft an der Bahnhofstraße in Warburg. Sie trafen sich hier mit 15 Kindern zwischen vier und zehn Jahren, spielten, malten und kamen auch ins Gespräch über Flucht und Ängste. Die Schülerinnen versuchten theoriegeleitet durch den demokratischen Erziehungsstil einen angenehmen Rahmen für die Kinder zu gestalten, innerhalb dessen diese selbst kreativ werden konnten. „Durch Sport und Spiel kann auf einfache Weise viel für die Integration von Kindern getan werden“, zog Berfin Ilieri ihr Fazit.

Alle Projektgruppen sind sich einig: Sie möchten weitermachen. Für einige gab es auch schon Anschlusstermine. Auch unser Schulleiter Frank Scholle zeigte sich bei der PowerPoint Präsentation der Projekte begeistert und freut sich auf weitere Kooperationsprojekte mit der Youngcaritas.

Von Teresa Vieth 

Bildquelle: www.warburgzumsonntag.de/startseite_artikel,-Schueler-entwickeln-Schluesselkompetenzen-_arid,651515.html