Kunst — Jeder Mensch ...

«Jeder Mensch ist ein Träger von Fähigkeiten, ein sich selbst bestimmendes Wesen, der Souverän schlechthin in unserer Zeit.  ...  Da, wo er seine Fähigkeiten entfaltet, ist er Künstler.  ...»Joseph Beuys

 

Der böse Expressionismus

Am 09.03.2018 haben wir uns in der Bielefelder Kunsthalle die Ausstellung „Der böse Expressionismus“ angeschaut, wobei wir von Frau Kröger-Mertens und Frau Raßmann begleitet wurden. Nach langer Busfahrt wurden uns dort im Rahmen von zwei parallel zueinander stattfindenden, inhaltlich jedoch weitestgehend identischen Führungen verschiedene expressionistische Werke vorgestellt, welche sowohl Aktmalerei als auch  gesellschaftskritische Motive abbildeten. Da manche expressionistische Künstler nicht nur unbekleidete Frauen in ganz alltäglichen Situationen darstellten, sondern auch mehrere nackte Mädchen abbildende Werke anfertigten, waren ihre Bilder nicht nur zur Wilhelminischen Zeit verpönt, sondern werden auch heute noch (teilweise) kritisch bewertet. Viele damals aktuelle gesellschaftliche und politische Probleme wurden ebenfalls künstlerisch aufgegriffen, wobei unterschiedliche soziale Schichten im Rahmen von expressionistischen Gemälden von wenigen Figuren symbolisch-plakativ repräsentiert wurden. Anschließend durften wir uns „auf eigene Faust“ verschiedene Werke zu anderen, zuvor noch nicht behandelten Themenblöcken anschauen, wozu sowohl grausame,  menschliche Gräueltaten sowie Leiden abbildende Kriegsszenarien als auch sozialistisch beeinflusste Kritik an Industrialisierung und damit einhergehender wirtschaftlicher Ausbeutung unterer Gesellschaftsschichten gehörten. Auch wurden expressionistische Selbstporträts  ausgestellt, wobei bewusst innere Zustände und Geisteshaltungen nach außen gekehrt wurden, was teils sehr grotesk-schaurig anmutete. So haben wir nicht nur sehr viel über Kunstgeschichte und jenen „bösen“, vor allem aber sehr provokanten, alles bürgerliche ablehnenden Expressionismus gelernt, sondern auch sehr lebendige, facettenreiche Eindrücke vom Wilhelminischen Zeitalter, Erstem Weltkrieg und Nachkriegszeit sammeln können: Industrialisierung und Urbanisierung einerseits – Prüderie, Armut und Krieg  andererseits. 

Marie

Kursfahrt nach Frankfurt vom 01.02. - 02.02.

Vergangene Woche sind wir, der Projektkurs Kunst und der Leistungskurs Kunst mit Frau Kasten auf Exkursion nach Frankfurt gefahren.

Wir trafen uns morgens am Warburger Bahnhof, von wo aus wir über Kassel nach Frankfurt fuhren. Dort angekommen führte uns unser erster Weg zur Jugendherberge, damit wir unsere Zimmer beziehen und unser Gepäck verstauen konnten.
Danach ging es ins MMK (Museum für moderne Kunst). Wir bekamen eine einstündige Führung und durften danach das Museum noch auf eigene Faust erkunden. Besonders faszinierend war die Architektur des Museums, mit immer neuen Raumanordnungen und interessanten Farbkonzepten. Leider wurde das MMK zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts für eine neue Ausstellung umgebaut, weshalb wir nicht alles sehen konnten. Die Fotos zeigen einige Exponate der ständigen Ausstellung.

Nach dem Museumsbesuch hatten wir Freizeit und durften zum Beispiel zum Bummeln in die Stadt gehen.

Der 2. Tag begann mit dem Besuch des Städelmuseums, in dem vor allem die Kunst der Moderne für Überraschungen und Staunen sorgte. Die Führung durch die Kunst der Gegenwart verdeutlichte Schwerpunkte künstlerischen Ausdrucks im 20. Jahrhundert.

Im Anschluss an den Museumsrundgang besuchten wir die Städelschule und bekamen einen Einblick in das Studium der freien Kunst. Einblicke in einige Ateliers und viele Informationen und Geschichten rund um die künstlerische Ausbildung machten deutlich: Kunst machen ist schön, macht aber auch viel Arbeit und erfordert ein hohes Maß an kreativem Denken.